Organische Chemie
Die organische Chemie wird oft einfach kurz und prägnant Organik genannt und stellt eines der Teilgebiete der Chemie dar.Die organische Chemie beschäftigt sich mit dem Aufbau, der Herstellung und den Eigenschaften von Stoffen, sowie deren Reaktionen, die bei der Verbindung mit Kohlenstoff entstehen.
Allgemeines
Schon im Jahr 1589 erfolgte die Einordnung in die heute noch gängige Klassifizierung. Den heutigen Namen der organischen Chemie erhielt diese allerdings erst im 18. Jahrhundert, durch die Einteilung in unorganische und organische Körper. Doch bis zur Anerkennung war es noch ein langer Weg. Zu den organischen Körpern und somit auch zur organischen Chemie zählen dabei die Körper, welche sich in der Pflanzen- und Tierwelt wiederfinden. Die organische Chemie umfasst dabei alle Verbindungen, bei denen Kohlenstoffe eine Reaktion mit sich selbst oder mit anderen Elementen eingehen (bis auf wenige Ausnahmen). Der Kohlenstoff ist einer der elementarsten Bestandteile der organischen Chemie. Im Jahr 2008 waren etwa 19 Millionen organische Verbindungen bekannt, die mehr oder weniger in der Chemie von großer Bedeutung sind. In dieser Zählung wurden alle Verbindungen berücksichtigt, die bis zu diesem Zeitpunkt bekannt und erprobt waren.
Ausnahmen
In der organischen Chemie gibt es allerdings auch Ausnahmen an Elementen, die zur anorganischen Chemie gezählt werden. Dazu gehören die wasserstoffreichen Chalkogenide des Kohlenstoffs, die Carbonate und Kohlensäure, sowie die ionischen Cyanide, Cynyte sowie Thiocyanate.
Auch de Blausäure bewegt sich auf dem Grenzgebiet der anorganischen und organischen Chemie. Traditionell wird die Blausäure zur anorganischen Chemie gezählt, doch als Nitril der organischen Chemie zugeordnet. Dieses Nitril entsteht, wenn ein Austausch des Wasserstoffatoms gegen einen organischen Rest erfolgt.
Bedeutung
Aminosäuren, Proteine, DNA und Kohlenhydrate gehören zu den wichtigsten Molekülen des Lebens und sind organisch. Aus dieser Sicht betrachtet ist der Großteil der Biochemie und die Molekularbiologie nichts anderes als organische Chemie. Hieraus hat sich eine große Bedeutung für die Medizin und die Biologie entwickelt, die bei der Herstellung von Arzneistoffen, Pflanzenschutzmitteln und Diagnostika eine ebenso große Rolle spielen wie in der Lebensmittelchemie. Auch in der Technik sind verschiedene Bereiche der organischen Chemie von großer Bedeutung. Betrachtet man die Herstellung von Klebstoffen, Lösungsmitteln oder Lacken, wird deutlich, wie wichtig die organische Chemie eigentlich ist. Die Analytiker, die sich mit diesem Gebiet beschäftigen, haben eine fundierte und lange Ausbildung auf dem Bereich der organischen Chemie hinter sich.
Bildung
Fachleute, die sich mit der organischen Chemie befassen, müssen alle Bereiche der Chemie durchlaufen. Eine einzelne Ausbildung gibt es hier im Grunde nicht, denn die unterschiedlichen Bereiche der Chemie gehen ineinander über. Mit der organischen Chemie ist dies nicht anderes, sie ist ein großer Bestandteil der Biologie und der Biochemie. In der Schulausbildung wird die organische Chemie dagegen nur kurz angeschnitten. Diese befasst sich eher mit der Chemie als Gesamtpaket. Die organische Chemie wird intensiver im Leistungskurs Chemie behandelt. Dieser wird nur von den Schülern gewählt, die auch im späteren Verlauf ihrer Berufsausbildung damit zu tun haben werden oder ein erhöhtes Interesse an diesem Gebiet zeigen. Bei der organischen Chemie geht es weniger um das Experimentelle, hier sind es eher bedeutungsvollere Verbindungen.
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