Jobwunder: In den Chemiekesseln brodelt es
Um 6,5 Prozent ging die Produktion in der ersten Hälfte des Jahres 2011 in die Höhe, der Umsatz der Chemiebranche steigerte sich um zwölf Prozent und die Beschäftigung legte um zwei Prozent zu, das besagt die Halbjahresbilanz des Verbandes der chemischen Industrie (VCI). Der Präsident der VCI Klaus Engel sprach jetzt deutlich von „einem Aufschwung in unserer Branche“.
Deutschlandweit verzeichnet die Chemieindustrie einen Aufschwung. Während der Wirtschaftkrise war die Branche laut Hamburger Abendblatt noch das Sorgenkind, nun hat sie sich prächtig entwickelt. Zu beklagen gibt es derzeit nur eins: Fachkräftemangel. Deswegen bietet die bundesweite Chemieindustrie viele offene Stellen, darunter auch viele Stellenangebote in Hamburg.
Vielfältige Jobmöglichkeiten
415.000 Menschen sind derzeit in der Chemieindustrie beschäftigt. Hamburg ist zusammen mit Schleswig-Holstein und Niedersachsen im Arbeitgeberverband ChemieNord organisiert. In diesen drei nördlichen Bundesländern gibt es 66.000 Beschäftigte in der Branche. Die Chemieindustrie in Deutschland sei die viertgrößte weltweit und die größte in Europa. Bei den Fachkräften gäbe es allerdings derzeit Engpässe. Viele Firmen aus dem Verband ChemieNord suchen derzeit gute Chemielaboranten und Chemiker. Dabei wird aber betont, dass Chemie viel mehr bedeute, als nur das Labor. Junge Menschen könnten ebenso als Anlagenmechaniker, Bürokaufmann oder Fachinformatiker in die aufstrebende Branche einsteigen. Neben dem klassischen Studium kann auch eine Lehre absolviert werden. Im Jahre 2010 machten im Nord-Verband 952 Schulabgänger eine Ausbildung.
Gute Jobs, guter Verdienst
Die Chemieindustrie bietet derzeit nicht nur viele Stellenangebote in Hamburg, auch das Finanzielle ist sehr attraktiv. Berufsanfänger beziehen laut Tarif für akademische, technische und naturwissenschaftliche Angestellte 55.450 Euro im Jahr, Diplomanten und Promovierte sogar 64.630 Euro.
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